Umsteiger auf der Suche nach Tipps und Hilfe
am 13.01.2013 - 16:08 Uhr in
Hallo liebe "Drupalgemeinde" :-)
Vorgeschichte:
Seit 8 Jahren setze ich bei meinen Projekten Joomla! ein. Da die Projekte in den letzten 2 Jahren aber an Größe und Funktionsumfang enorm zugenommen haben musste ich Joomla! bis über beide Ohren hinaus ausreizen und die damit einhergehenden Probleme wurden ebenfalls immer größer. Ich verfolgte die Drupalentwicklung in größeren Abständen und seit der Version 7 schielte ich immer mal rüber und bin dann mit einem Vergleich zwischen der Kombination Joomfish, Seblod und Joomla! vs Drupal7 ziemlich lange hin und hergerissen gewesen. Joomfish und Seblod sind ja erst seit kurzem mit J2.5 wirklich einsetzbar. Für mich hies es also Seblod lernen oder Drupal lernen. Nun steht mir aber ein mittelgroßes Projekt ins Haus das bis Ende April online gehen muss. Ich dachte mir also: Seblod zu lernen ohne Dokumentation und Drupal zu lernen mit Dokumentation kann sich ja wohl nicht viel nehmen.
Ein erster kurzer Eindruck eines Umsteigers:
Nach meiner Entscheidung, ab jetzt auf Drupal zu setzen und gleich mein Erstes Drupalprojekt mit einem echten Projekt umsetzten zu wollen, hab ich natürlich alles was ich an Lektüre finden konnte angefangen zu lesen. 2 Bücher, für Anfänger und Fortgeschrittene sind bestellt.
Mein erster Eindruck als Umsteiger ist hier im Forum auch schon einmal aufgegriffen worden, nämlich das viele Artikel schon über 5 Jahre alt sind und man als Drupalanfänger nicht weiß ob die Informationen darin noch aktuell sind weil man die Veränderungen in den Versionen ja nicht kennt. Auf Drupal.org gib es da mehr Strukur und ein besseres "step by step Gefühl". Gesamt betrachtet ist es aber sehr gut möglich Basiswissen im Netz zu finden. Mehr kann man für Lau nicht verlangen. Von den Büchern erhoffe ich mir natürlich mehr. Deshalb ist mein Eindruck als Umsteiger der sich informieren will, ein durchweg positiver. Was einem als Erstes zu "Ohren" kommt ist die Aussage, dass die Drupalgemeinde viel aktiver und "freundlicher" sei als die von z.B. Joomla!. Ich bin gespannt :-)
Meine Bitte um Hilfe:
Für was ich sehr dankbar wäre, sind Erfahrungen euerseits die mir die Lernprozess verkürzen. Kurze Tipps mit welchen Mitteln & Modulen ich arbeiten sollte, oder welche Drupaleigenheiten man rechtzeitig beachten sollte um spätern Ärger zu sparen würden mir sehr helfen.
Das Projekt:
Der Internetauftritt wird ein nicht kommerzielles 2 sprachiges (deutsch / tschechisch) touristisch ausgerichtet Projekt werden.
3 Contentypes sind geplant:
Typ 1 - Orte: (Sehenswürdigkeiten, Wanderwege, Gemeinden, Parkplätze):
- Beschreibung
- Ort (Mapdarstellung)
- bei Wanderwegen detailierte Darstellung von Geodaten der Route
- Bilder / Videos
- Downloads
- Kontaktdaten + einfachem Formular und Spamschutz
- Eigenschaften nach denen gefiltert werden kann
- Verbindung zu vorhandenen Events
Typ 2 Events:
- Datum
- Beschreibung
- Bilder / Videos
- Verbindung zu vorhandenem Ort
- Eigenschaften nach denen gefiltert werden kann
Typ 3 Artikel (für News und statischen Inhalt, dieser Typ ist ja schon vorhanden)
1 redaktioneller Admin soll die Seite pflegen können.
Für das Template werde ich aus Zeitgründen ein angepasstes kostenloses nehmen.
Zu den Funktionen:
- die Wanderwege sollten per gpx oder kml - upload anlegbar sein
- regelmässig stattfindende Events sollten automatisch verfügbar sein
- In den Hauptthemen soll eine Übersichtskarte dargestellt werden können die sich automatisch die gefilterten Nodes holt und als pins anzeigt
Den Umfang des Projekts schätze ich grob auf 100 nodes/items.
Da dieses Projekt nicht sooo groß ist will ich die Umsteigerfliege und die Projektfliege mit einer Klappe schlagen.
Ich bin auf Rückschläge vorbereitet jedoch glaube ich, schlimmer als in Joomla! kann es nicht werden :-)
Soviel dazu, Beste Grüße...
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Ganz schön mutig so ein
am 13.01.2013 - 17:48 Uhr
Ganz schön mutig so ein Projekt anzugehen, wenn man kaum Kenntnisse in Drupal hat.
Ich denke nicht, dass du dir in ein paar Wochen dieses Wissen aneignen kannst- egal wie schnell du lernst.
Du kratzt höchstens an der Oberfläche.
Also empfehlen kann ich dir auf jeden Fall dieses Buch. In meinen Augen ist es das beste Drupalbuch zum Lernen: Using Drupal:
http://www.amazon.de/Using-Drupal-Angela-Byron/dp/1449390528/ref=sr_1_1?...
Für zwei-oder mehrsprachige Websites kann ich dir folgendes Buch empfehlen: Drupal 7 Multilingual Sites
http://www.packtpub.com/drupal-7-multilingual-sites/book
Was die Module angeht, am besten auf DrupalModules.com nachschauen:
http://drupalmodules.com/
Da kann man auch genau sehen wie oft ein Modul heruntergeladen wurde.
Verzichte am besten auf Module die ganz neu sind oder die schon seit langer Zeit nicht mehr weiterentwickelt worden sind bzw. wo es keinen Support mehr gibt.
Vielen Dank für die Links und
am 14.01.2013 - 16:33 Uhr
Vielen Dank für die Links und die Einschätzung. Kann sehr gut sein das Du damit Recht behälst, aber wie so oft gibt es nur einen Weg das heraus zu finden :-)
Nach dem Gespräch Gestern mit Werner (vielen Dank noch Mal!), 4 Tagen Lesen und Videos muss ich sagen, es ist nicht schwer zu lernen wie Drupal funktioniert. Das einzig schwere ist, dass es von Anfang an keine Grenzen und somit auch keine Orientierung für Workflows gibt.
2000 Buchseiten & 30h Videos später werde ich mich zurück melden :-)
bis dahin...
wenn du keine Scheu vor Englisch hast
am 14.01.2013 - 17:44 Uhr
solltest du dir nodeone.se ansehen.
Eine schwedische Site, die sich sehr intensiv mit Drupal beschäftigt und sehr viele Videotutorials kostenlos zur Verfügung stellt.
Einer der wichtigsten Bereiche, und der wichtigsten Module, ist Views.
Views ist ein Datenbankabfragemodul. Aber sieh dir einfach die Tutorialserie "Taming the beast" an.
Dort gibt es auch eine Einführung in Drupal.
Du wirst fesstellen, Drupal ist anders - wenn du eine Weile damit gearbeitet hast, wirst du feststellen, dieses anders ist genial ;-)