Drupal Hosting in den USA
am 19.01.2011 - 19:58 Uhr in
Hi,
ich suche nach einem US-Hoster, natürlich für Drupal, aber kein "managed hosting".
Was mir vorschwebt ist ein Rootserver mit Traffic flat, guter Internetanbindung, ordentlicher Hardwareausstattung und freier Betriebssystemauswahl, so wie sie in Deutschland von Strato angeboten werden, möglichst auch preislich in derselben Region (mittelprächtiger Rootserver um €100).
Was mich besonders interessiert sind praktische Erfahrung bzw. Empfehlungen aus erster Hand, bspw. ob die Kommunikation bei Problemen glatt läuft und ob bzw. wie hakelig die Bezahlung ist.
Herzlichen Dank!
-asb
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

Mit Drupal hat deine Anfrage
am 19.01.2011 - 22:48 Uhr
Mit Drupal hat deine Anfrage ja zunächst einmal gar nichts zu tun. Von daher bist du ggf. mit deiner Frage im Serversupportforum o.ä. besser aufgehoben, oder aber in den Foren auf drupal.org oder auf groups.drupal.org .
Einen Laden wie Strato wünsche ich dir ehrlich gesagt nicht, aber wenn es denn sein muss: 1und1 gibt es auch drüben: http://order.1and1.com/xml/order/ServerPremium
Serverloft bietet als alternativen Serverstandort auch die USA: http://www.serverloft.de/dedizierte-server/
Ein Kunde von mir bezieht seinen Dienst bei Mediatemple. Die sind drüben als ziemlich gut ziemlich bekannt, die Infrastruktur ist komplett virtualisiert: http://mediatemple.net/webhosting/ve/pricing.php
Sehr gute Kritiken bekommen auch liquidweb, lunarpages, linode
- http://www.liquidweb.com/cart/content/dedicated/
- http://www.lpdedicated.com
- http://www.linode.com/
Und was soll an der Bezahlung schon hakelig sein? In den USA wird im Grunde alles über Kreditkarten abgerechnet. Da gibts nur Stress, wenn der Hoster mit seinen Formularen (Kundendaten) nicht auf Ausländer eingestellt ist. Dann hat man Pech. Das fällt bei Serverloft (gehört mit Server4You und PlusServer zur Intergenia AG) natürlich weg, da es ein deutsches Unternehmen ist. Die buchen monatlich per Lastschrift vom (deutschen) Konto ab. Mit deren Support hatte ich zuletzt aber so meine Schwierigkeiten und werde den einzigen Server den ich bei denen stehen habe dort demnächst abziehen.
Anonsten ist der Markt drüben eben ein anderer. Das sieht man an den Preisen ebenso wie an der Paketgestaltung. Und Traffic Flats sind eh Mogelpackungen die in der Praxis kaum einer braucht. Und die, die sie brauchen können, bekommen gerne einmal eine Kündigung...
Hallo Alexander, danke für
am 21.01.2011 - 19:31 Uhr
Hallo Alexander,
danke für die Hinweise; mit Drupal hat die Anfrage insofern zu tun, als dass dort drüben "Rootserver" nicht unbedingt dasselbe meint wie bei uns. Ich habe gerade so einen Fall am Hacken, wo der angebliche Rootserver wohl semi-virtualisiert läuft, und das macht allerlei Ärger, von SSH-Zugriff (Drush!) bis hin zu einer ausgehebelten .htaccess. Wie Du schriebst, der Markt drüben ist wirklich ein anderer, in jeder Beziehung.
Was hast Du für ein Problem mit Strato? Ich bin sicherlich kein Strato-Fan, aber zumindest technisch spielt Strato in einer anderen Liga als 1&1, Hetzner & Co. Support und Buchhaltung sind tatsächlich ein Dauerärgernis, aber die Technik ist einwandfrei - ich habe da seit Jahren ein knappes Dutzend Rootserver und damit nie irgendwelche technischen Probleme gehabt...
Vor Jahren hatte ich
am 22.01.2011 - 17:48 Uhr
Vor Jahren hatte ich Root-Server u.a. bei Strato und 1und1 und bei beiden verhält es sich ähnlich wie bei Sony: Wenn es läuft ist alles bestens, aber wenn du Service brauchst bist du verraten und verkauft.
Ich mag Hetzner vor allem weil es da noch ein wenig menschelt. Trotz Wachstum hast du seit Jahren dieselben Ansprechpartner und nicht einen Support-Mitarbeiter der von Technik keinen Schimmer hat und mit den Technikern im Rechenzentrum nur über das Ticketsystem kommuniziert. Wenn du individuelle Lösungen brauchst ist man bei Hetzner auch in gewissen Grenzen sehr gut aufgehoben. Frag bei Strato ob du zwei Server anmieten kannst die im selben Rack stehen und ob sie bei über die zweite Netzwerkkarte mit einem Netzwerkkabel bestücken können... Grenzen gibt es bei Hetzner natürlich auch. Letzten Endes ist Hosting ein Geschäft und man muss in dem Markt knapp kalkulieren um konkurrenzfähig zu sein. Martin Hetzner sagt ja auch selbst, dass man Server für 90% der Fälle anbietet. Die übrigen 10% brauchen entweder sehr viel mehr Customizing oder noch billigere Produkte.
Leider (Oder zum Glück?) bekommt man erst mit wie gut ein Hoster wirklich ist, wenn man eben Support benötigt. Wenn man Glück hat dauert das sehr lange oder man benötigt gar nie welchen. Aber nach meiner Platentauschodyssee bei Serverloft habe ich zumindest für diesen Einzelfall nicht viel Gutes zu berichten. Das kenne ich von Hetzner anders.
Und schaue ich mir die dedizierten Server von Strato mal an, sehe ich auch nicht wo die in einer anderen Liga spielen. Ich mag auch grundsäzlich keine Anbieter die groß mit Preisen werben, die nur für die ersten paar Monate gelten und den regulären Preis irgendwo verstecken und noch dazu mit langen Laufzeiten knebeln. Wenn ich gut bin, bleiben die Kunden von alleine.
Was die Angebotsgestaltung drüben angeht hast du das Problem aber mittlerweile auch hier. Mitunter wird hier ja auch versucht bei virtuellen Servern das kleine Wörtchen "dediziert" mit reinzubringen, um "mehr" zu suggerieren. Ich kenne Fälle wo Drupal-Installationen auf zwei vServern liefen (1x Web, 1x DB) und man sich wunderte warum die Trennung das System langsamer anstatt schneller machte. Aber Traffic quer durch mehrere Rechenzentren und über bandbreitenlimitierte Netzwerkverbindungen abgewickelt (damit nicht ein vServer auf einer Maschine die Bandbreite der anderen klauen kann) sind nunmal lahm...